Die Fichtelnaab

Fichtelnaabquelle
Die Fichtelnaabquelle.

Die Fichtelnaab ist ein Quellarm der Naab mit Ursprung am Südost-Hang des Ochsenkopfes, nordwestlich von Neubau, Ortsteil der Gemeinde Fichtelberg; am Quellenweg gelegen.

Die Quellfassung in 867 m ü.NN erfolgte 1907 vom Fichtelgebirgsverein. Von Anfang des 15. bis Ende des 18. Jahrhunderts ließ man den Fluß dem sagenumwobenen Fichtelsee entspringen.

Von der Quelle fließt die Fichtelnaab südlich nach Neubau, nimmt dort einen künstlichen Abfluß von der Seelohe auf, speist den Mühlweiher, durchfließt Fichtelberg und erhält südlich davon Verstärkung durch Kratze-, Schneit- und Fuhrbach und fließt südöstlich in breiter Talfurche weiter.

Kurz vor Ebnath fließt die Gregnitz zu, vor Riglasreuth überspannt ein hohes Viadukt der Bahnlinie Nürnberg-Marktredwitz den Fluß. Zwischen den Basalten des Armesberges und den Graniten des Steinwaldes hindurch, vorbei an den Serpentinhöhen von Grötschenreuth, erreicht die Fichtelnaab bei Erbendorf den südlichsten Punkt des Fichtelgebirges.

Unterwegs wird der Wasserlauf durch Höllbach, Felbererbach, Godesbach, Forellenbach und Tiefenbach verstärkt. Bei Windischeschenbach vereinigen sich die Fichtelnaab und Waldnaab. Am gesamten Flußlauf wurde die Wasserkraft für Hammerwerke wirtschaftlich genutzt.

Am 13.2.1061 wird der Flußlauf urkundlich als "Crumbanaba" bezeichnet, später heißt er dann "Waldnabe" oder "Fichtelbergische Waldnabe", Anfang des 19. Jahrhunderts setzte sich der heutige Name durch.