Der Teufelstisch

Auf schmalem rundem, sich nach oben verdickendem Sockel ruht eine mächtige ovale Platte, die diesem Granitklotz das Aussehen eines Tisches verleiht. Es handelt sich um den sagenumrankten Teufelstisch, auf dem, wie die Sage erzählt, die vom Feilenhauer aus Weißdorf dorthin verbannten Kobolde, Dämonen und Poltergeister in der Mitternachtsstunde spuken und sich mit einem eisernen Kartenspiel lärmend die Zeit vertreiben. Die Eindrücke dieser Karten sollen auf der steinernen Tischplatte noch zu sehen sein. In der Literatur wird dieser seltsame Felsklotz erstmals 1795 als der Tisch bezeichnet.


Der Teufelstisch

Der "Teufelstisch"


1820 sprach man vom Hexenspieltisch, später allgemein vom Teufelstisch, seltener auch vom Teufelsstein oder von der Teufelsplatte. Die einer umgestürzten Glocke ähnliche Form des Teufelstisches verführte auch dazu, in seinem Innern eine silberne Glocke zu vermuten. In der irrigen Annahme, daß darunter ein wertvoller Schatz verborgen oder ein Eingang zu unterirdischen Gängen und Gewölben versteckt sei, wollten 1826 frevelnde Schatzsucher den Granitklotz sogar mit Pulver in die Luft sprengen. Nur der Einsicht des Zeller Försters, der dieses unsinnige Treiben gerade noch rechtzeitig unterbunden hat, verdanken wir es, dass uns dieses sehenswerte Naturdenkmal erhalten geblieben ist.